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Russland - Anforderungen im Bausektor halbiert

Sergej Suchanow


Die Regierung hat eine neue Liste von nationalen Normen und Regelwerken im Bereich des Bauwesens verabschiedet. Ausgeschlossen worden sind unnötige und sich wiederholende Normen.

Bereits im letzten Jahr wurde die Anzahl der Anforderungen an Bauwerke in der Planungs- und Bauphase von mehr als zehntausend auf siebentausend reduziert. Mit der jetzigen Änderung werden es noch einmal fast viertausend weniger.

Insbesondere Anforderungen, welche die Verwendung von neuen Materialien und Konstruktionslösung sowie solche, die den Prozess der Genehmigung von Projekten und Bauarbeiten verlangsamen, wurden reduziert.

Darüber hinaus werden die Normen gestrichen, die Verweise auf Dokumente mit freiwilliger Anwendung und Empfehlungscharakter enthalten, sowie solche, deren Umsetzung nicht kontrolliert werden kann. Darüber hinaus erweitert die Neuregelung bewusst die Möglichkeiten für den Einsatz neuer Materialien und Konstruktionslösungen und beseitigt Anforderungen, die deren Verwendung einschränken.


Die neue Regelungsliste wird nicht für Projekte gelten, die vor ihrem Inkrafttreten begonnen wurden. Dies enthebt Bauunternehmer und Planer einer erneuten staatlichen Begutachtung.

Entscheidend für diese positive Entwicklung war, dass die Liste nach einer Analyse der aktuellen technischen Vorschriften und unter aktiver Beteiligung von Vertretern der Branche und der Fachwelt aktualisiert wurde.

Es wird erwartet, dass die Änderungen dazu beitragen werden, Beschränkungen für Innovationen in der Branche zu beseitigen, die Bauzeit und -kosten zu reduzieren und gleichzeitig ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten.


Die Verordnung tritt am 1. September 2021 in Kraft und hat eine Gültigkeit von 6 Jahren.


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