Russland - Homeoffice-Meldepflicht beachten!

Zurab Tsereteli

zurab.tsereteli@rsp-i.com


Gemäß Verordnung Nr. 97-UM vom 06.10.2020 des Moskauer Bürgermeisters sind alle Moskauer Arbeitgeber verpflichtet, ihre Mitarbeiter nach Gruppen aufzuteilen: Mitarbeiter, die im Home-Office arbeiten und Mitarbeiter, die weiter im Büro tätig sein dürfen. Dies gilt auch für Mitarbeiter mit zivilrechtlichen Verträgen.

Der Arbeitgeber hat die Anzahl der Mitarbeiter in jeder der beiden Gruppen zu bestimmen und diese Informationen wöchentlich, jeweils montags, in elektronischer Form an die Moskauer Stadtregierung zu melden.

Die Mitarbeiter, die ins Home-Office versetzt werden, müssen ihrem Arbeitgeber folgende Informationen mitteilen:

  • Mobilfunknummer;

  • Kennzeichen ihres Fahrzeuges (falls vorhanden);

  • Nummer von Beförderungsdokumenten (Dauerkarte „Troika“) (falls vorhanden);

  • Nummer der elektronischen Karte „Strelka“ (falls vorhanden);

  • Nummer der Sozialkarte, die auf der Grundlage von Entscheidungen der Exekutivbehörden der Stadt Moskau und der Region Moskau (von ihnen beauftragte Organisationen) ausgestellt wurde (falls vorhanden);

  • Nummer der Monatskarte ohne Fahrtlimit oder mit einem Limit von 70 Fahrten, Nummer des befristeten einheitlichen Sozialtickets oder der befristeten Arbeiterrückfahrkarte (falls vorhanden).

Der entsprechende Bericht ist, beginnend mit dem 12.10.2020, in elektronischer Form über die offizielle Website der Moskauer Stadtregierung https://ulk.mos.ru/ zu übermitteln.

Die Übermittlung des Berichts kann ab dem 09.10.2020 über das persönliche Konto des Unternehmens erfolgen und der Bericht ab diesem Datum heruntergeladen werden. Wir empfehlen Ihnen, falls noch nicht geschehen, das persönliche Konto Ihres Unternehmens im Voraus auf der Website https://ulk.mos.ru/ zu registrieren und die erforderlichen Informationen von Ihren Mitarbeitern einzuholen.

Der Verstoß gegen die Anforderungen der Verordnung stellt eine Ordnungswidrigkeit, sowohl des Unternehmens als auch des Leitungsorgans dar (Art. 20.6.1 OwiG RF).

Art. 20.6.1 OwiG RF besagt, dass die Nichteinreichung eines Berichtes oder die Vorlage nicht korrekter Angaben zur Verhängung folgender Geldstrafe führt:


  • Für Leitungsorgane des Unternehmens - 10 TRUB bis 50 TRUB;

  • Für juristische Person –100 TRUB bis 300 TRUB.

Die wiederholte Nichteinreichung des Berichtes oder Vorlage nicht korrekter Angaben zieht folgende Strafen nach sich:


  • Für Leitungsorgane - 300 TRUB bis 500 TRUB oder Disqualifikation für einen Zeitraum von 1 bis 3 Jahren;

  • Für juristische Person von 500 TRUB bis 1 Mio. RUB– oder administrative Einstellung der Tätigkeit für bis zu 90 Tagen

Die Verordnung Nr. 97-UM vom 06.10.2020 und die Vorlage für die ordnungsgemäße Form des Berichtes sind unter diesem Link erreichbar.


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