Russland - Steuerliche Unterstützung des Handels

Patrick Pohlit

patrick.pohlit@rsp-i.com


Vor dem Hintergrund der globalen wirtschaftlichen Veränderungen haben Vertreter der Wirtschaft den russischen Föderalen Steuerdienst (FNS) aufgefordert, inflationsbedingt Handelsunternehmen mit neuen steuerlichen Erleichterungen bei Umsatz- und Gewinnsteuer sowie Sozialbeiträgen zu unterstützen.


Zu den geforderten Erleichterungen gehören eine Senkung der Umsatzsteuer auf sozial wichtige Güter, eine Stundung der Sozialabgaben sowie eine Änderung des Mechanismus für die Anerkennung von Betriebsausgaben im Falle von gestohlenen Gütern. Darüber hinaus fordern die Einzelhändler auch eine Stundung der steuerlichen Zahlungsfristen um ein Jahr. Bislang gibt es jedoch keine offizielle Antwort des FNS auf dieses Ansinnen.


Die Inflation erreichte nach Angaben der Russischen Zentralbank im April 2022 20% und im Mai 17,1%. Gegenwärtig beträgt die Umsatzsteuer auf Lebensmittel 13 %, aber nach Ansicht der Einzelhändler ist dies angesichts der oben genannten Inflationszahlen ein zu hoher Steuersatz. Steuererleichterungen würden aus Sicht der Unternehmen dazu beitragen, die Preise für sozial wichtige Lebensmittel angemessen zu deckeln sowie liquide Mittel für Umlaufvermögen freizusetzen, da einer der Faktoren für höhere Preise darin besteht, dass aufgrund des Mangels an verfügbaren liquiden Mitteln, Kredite zu hohen Zinsen aufgenommen werden müssen.


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